Gaudi-Elfmeterschießen 2019

Veröffentlicht: Freitag, 07. Juni 2019 12:45 Drucken

Das Gaudi-Elfmeterschießen 2019 steht an! 
Es ist wieder soweit, meldet euch schnell an um einen der begehrten Plätzen im Teilnehmerfeld zu bekommen!
Anmeldungen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

VKZ-Portrait Rocco Velardi

Veröffentlicht: Montag, 13. Mai 2019 10:27 Drucken

„Ich war froh, dem Team helfen zu können“

Als gelernter Mittelfeldspieler und Trainer der Reserve hütet Rocco Velardi monatelang das Tor der Kleinglattbacher A-Liga-Mannschaft

Rocco Velardi ist 39 Jahre alt. Doch das hat ihn in dieser Saison nicht davon abgehalten, für den TSV Kleinglattbach nochmal so richtig durchzustarten und den Torwartposten für ein paar Spiele zu übernehmen.

Kleinglattbach. Die drittbeste Defensive der Fußball-Kreisliga A 3, die Relegation war lange in Sichtweite – es könnte wahrlich schlechter laufen beim TSV Kleinglattbach. Nachdem der etatmäßige Stammkeeper Tobias Lindner sich verletzt hatte, sprang Rocco Velardi, gelernter Mittelfeldmann und aktuell Spielertrainer der zweiten Mannschaft, kurzerhand ein. Wie er es schafft, auch weiterhin auf einem solchen Niveau zu kicken, verrät er uns.

Mit 34 Gegentoren in 23 Spielen stehen die Fußballer des A-Ligisten TSV Kleinglattbach in dieser Saison gut da. Dass die drittbeste Defensive sich so nennen kann, hat aber auch mit Rocco Velardi zu tun, dem Ersatztorhüter des Tabellensechsten. Der 39-jährige macht keinen Hehl daraus, dass das nicht so ganz einfach ist: „Natürlich bin ich froh, überhaupt noch in der A-Klasse mitspielen und vor allem mithalten zu können. Es ist nicht selbstverständlich, in meinem Alter noch auf so einem Niveau spielen zu können. Aber umso mehr genieße ich das jetzt.“ Nachdem sich die etatmäßige und unumstrittene Nummer eins, Tobias Lindner, verletzt hatte, durfte unter anderem auch Velardi zwischen den Pfosten stehen.

Das Kuriose: Der Fußballer ist eigentlich gelernter Mittelfeldspieler. „In der Jugend war ich lange Zeit Torhüter. Doch im zweiten Jahr der A-Jugend wurde ich auch im Feld eingesetzt, bevor ich dann ab meiner aktiven Zeit im Mittelfeld zu Hause war“, berichtet er. Er sei zwar sporadisch eingesprungen, wenn Not am Mann gewesen sei, „aber prinzipiell kam das mehr oder weniger nur gelegentlich im Training oder bei Elfmeter-Turnieren vor“, erklärt der Kleinglattbacher. Da der Verein entschieden hatte, den Torwart der zweiten Mannschaft im Teamgefüge zu belassen, sprang kurzerhand der Mittelfeldmann aus der ebenfalls zweiten Mannschaft ein. Unter seinem damaligen Trainer Ulrich Hein hatte es so etwas ähnliches bereits gegeben, als er für sieben Spiele eingesetzt wurde. „Es war für mich klar, dass ich dann aushelfe. Ich will dem Verein etwas zurückgeben“, sagt Velardi. Dass es ihm ernst ist, zeigt auch die Tatsache, dass er das moderne Torwartspiel verinnerlicht hat. „Das ist heutzutage so wichtig. Es gibt heute keinen Kreisligatorwart mehr, der nur auf der Linie rumsteht. Das war früher ganz anders. Da ging es archaisch zu“, erzählt der Kreisligafußballer. Seine Fähigkeiten als Feldspieler haben ihm geholfen, das Gefühl für das Spiel zu bekommen. „Aber unser Stammtorwart macht das noch viel perfekter“, lobt er Linder.

Zwölf Einsätze hat der eigentliche Spielertrainer der zweiten Mannschaft des TSV für die erste Mannschaft nun absolviert. Und hielt dabei glänzend. Immerhin drei weiße Westen kann Velardi für sich verbuchen. Doch der gelernte Industriebuchbinder bleibt bescheiden. „Ich habe auch das Glück, dass meine Defensive eine absolute Bank ist. Durch die Reihe weg machen die Jungs einen klasse Job und verteidigen konzentriert. Auch als wir in etlichen Spielen zurücklagen, haben sie nicht aufgesteckt und viele Partien spät entschieden“, lobt er seine Mitspieler. Dass er den Platz so oft als Gewinner verlassen habe dürfen, sei der Mannschaft geschuldet. „Ich bin ja nur der, der eingreift, wenn es brenzlig wird“, sagt Velardi.

Doch die Saison hätte für den Kleinglattbacher kaum besser laufen können. „Ich habe ja anfangs die erste Mannschaft nur als Zuschauer beobachtet. Da hat man der Mannschaft angemerkt, dass die vorige Saison kräftezehrend war“, erklärt er. Zu diesem Zeitpunkt seien die Motivation und der Wille nicht mehr so da gewesen. „Doch wir haben uns sukzessive gesteigert und durch die richtigen Impulse im Training hat sich die Mannschaft wiedergefunden und ist nun auf einem guten Weg“, findet Velardi. Das enorme Potenzial der Mannschaft habe der 39-Jährige ja ohnehin länger beobachten können: „Da die zweite Mannschaft mit der ersten zusammentrainiert, hat man das schnell bemerkt“, erzählt er. Trotz allem: Velardi hat sich der ersten Mannschaft verschrieben und will seinen Fokus auch weiterhin auf diese legen. „Ich bin Spielertrainer und auch diese Jungs sind allesamt großartig.

Doch wie macht Velardi das alles? Zwei Mal pro Woche Training, dazu seine Tätigkeit als Trainer und seinen Job. Und die Familie will auch noch etwas von ihm haben. „Es geht eigentlich ganz gut bei mir“, erklärt der Kleinglattbacher. „Meine Frau toleriert das bisher und obwohl die Tätigkeit als Spielertrainer zeitintensiver ist, bleibt genug Zeit für Anderes. Denn ich arbeite nur vormittags und kann mich so am Nachmittag auf Fußball konzentrieren. Sollte es einmal nicht klappen, ist das Trainerteam aber auch nicht böse, wenn ich einmal aussetze.“ Als gelernter Industriebuchbinder stellt Velardi Maschinen ein, die Magazine und Kataloge binden. Außerdem ist er Ausbilder und somit für die Weiterbildung und Qualifikation seiner Mitarbeiter zuständig. „Im Moment ist alles recht entspannt. Dass die Welt anders aussieht, wenn einmal Nachwuchs da ist, ist aber auch logisch“, stellt der Fußballer klar. „Da ändert sich dann der Fokus. Auch als Spielertrainer vollziehe ich langsam, aber sicher den Wechsel.“ Wie er in seinem Alter noch so leistungs- und konkurrenzfähig und vor allem fit ist? „Ich hatte früher Trainer, die den Wald nicht nur zur Naherholung genutzt haben“, scherzt er. „Da ist die körperliche Substanz ein Stück weit noch da. Außerdem blieb ich weitestgehend von Verletzungen verschont. Es ist schon auffälliger, dass es öfter mal nicht mehr so gut geht und ich nach einem Spiel oder Training länger regenerieren muss. Aber da muss man lernen, das zu steuern und in sich selbst reinzuhören. Und natürlich auch privat mehr zu machen, um sich fit zu halten“, erklärt der Buchbinder.

Auch über seine sportliche Zukunft hat sich der Kicker schon Gedanken gemacht. Nachdem Stammtorhüter Linder nun seit der Rückrunde wieder einsatzbereit ist, will Velardi keinerlei Ansprüche an einen Stammplatz stellen. „Ich war immer froh, der Mannschaft helfen zu können. Ich war immer froh, in der A-Klasse spielen zu dürfen. Aber ich wusste auch immer, dass Tobi unsere Nummer eins ist. Da gibt es auch nichts, wofür man sich schämen müsste. An ihm sind schon ganz andere gescheitert“, sagt er lachend. Mit dem Alter sehe man das etwas gelassener. „Sicher, ich bin Fußballer und damit auch ehrgeizig. Aber meine Zeit als Feldspieler ist vorbei. Ich bin in der zweiten Mannschaft genauso glücklich“, erzählt der 39-Jährige. Am Ende sei das Wichtigste, Spaß zu haben. Velardi hat aber längst noch nicht abgeschlossen mit dem Fußballsport: „Selbstverständlich will ich, solange es geht, oben mitspielen und den Ehrgeiz vorleben. Wenn es soweit ist, dass ich sage, dass mir das Ergebnis egal ist, höre ich auf“, erzählt er.

Solange er seiner Mannschaft nicht zur Last falle, sei alles gut. Da sei es auch klar, dass er ab und zu aufgezogen werde. „Aber meine Mitspieler wissen, was sie an mir haben. Das ist rein freundschaftlich“, sagt Velardi.

Quelle: VKZ

Jahreshauptversammlung 2019 TSV Kleinglattbach

Veröffentlicht: Mittwoch, 24. April 2019 09:30 Drucken

Ehrenmitgliedschaft für die „gute Seele“ des Vereins

Auszeichnung für Dieter Hochstrasser bei der Jahreshauptversammlung des TSV Kleinglattbach – Bei Wahlen alle Positionen besetzt

Kleinglattbach (dw). Nur 30 Mitglieder hatten den Weg in das Vereinsheim zur Jahreshauptversammlung des TSV Kleinglattbach gefunden. Ein Trend, so Ortsvorsteher Eberhard Berg in seinem Grußwort, der nicht nur dem TSV Kleinglattbach begegnet. In gut zwei Stunden spielten sich die vier Vorstände Michael Duldner (Fußball), Alexander Frey (Tischtennis), Marcus Lechmann (Turnen) und Susanne Weiß (Tennis) die Bälle zu und berichteten zu den Themen, die den Verein im vergangenen Jahr beschäftigten.

So musste auch der TSV die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung umsetzen – das Mitgliedsformular wuchs von zwei auf vier Seiten, Einverständniserklärungen wurden entworfen, unzählige Einwilligungen eingeholt. Sehr erfreulich, so Alexander Frey, die Sensibilität in Sachen Datenschutz habe in allen Bereichen merklich zugenommen. Marcus Lechmann erläuterte die neu eingeführte Übungsleiterrichtlinie, deren Schwerpunkt insbesondere auf dem Jugendschutz liegt. Mit der sogenannten Talentschmiede bietet der der TSV seit dem vergangenen Herbst ein spartenübergreifendes Sportangebot, um Kinder und Jugendliche spielerisch an Koordination und Bewegung heranzuführen, erklärte Michael Hannig als Mitglied des Trainerteams in seinem Bericht. Erstmals wurde im vergangenen Jahr ein Helferfest durchgeführt, das künftig einen festen Platz im Jahresablauf bekommen soll. Ein Dankeschön an alle Ehrenamtlichen, die den Verein unterstützen und tragen.

Der Kassierer Christian Metfies berichtete positiv von den Einnahmen und Ausgaben des Vereins. Das Jahr 2018 hat der TSV mit einem Plus von 9685 Euro abgeschlossen. Durch den wirtschaftlichen Bereich, also die Verpachtung des Vereinsheims, Feste, Veranstaltungen, konnte der sportliche Bereich gestützt und finanziert werden. So soll es sein, fasste Metfies zusammen. Die Kassenprüfer Michael Ehrenreich und Hans Rüdinger bestätigten eine tadellose Kassenführung. Folgerichtig daher auch der Antrag von Ortsvorsteher Eberhard Berg auf Entlastung, der einstimmige Zustimmung erhielt.

In kompakten 40 Minuten erhielten die Anwesenden in den Berichten aus den vier Abteilungen einen Einblick in das bunte Leben der Abteilungen im vergangenen Jahr. Stellvertretend für den entschuldigten Fußball-Abteilungsleiter Michael Jakob erinnerte Michael Duldner nochmals an die Relegationsspiele der vergangenen Saison. Diese hatten viel Kraft gekostet, weshalb dem TSV der siebte Stadtpokalsieg in Folge verwehrt blieb. Beide aktiven Mannschaften liegen derzeit im vorderen Bereich, Ziel ist jeweils Platz zwei. Jugendmannschaften spielen häufig in Spielgemeinschaften, sowohl Spieler als auch Trainer sind schwer zu finden. Ein Problem, das der TSV mit anderen Vereinen teilt. Die Tennisabteilung ist weiterhin in der Erfolgsspur, so Abteilungsleiter Frank Huppenbauer. Vor allem im Breitensport erhält der TSV hohen Zuspruch und spielt sportlich auf hohem Niveau. Beim Masters Finale des Württembergischen Tennisverbandes in Leinfelden-Echterdingen-Musberg konnten Klaus-Dieter Renz und Frank Huppenbauer im Herren-Doppel den Titel erfolgreich verteidigen und den Pokal zum insgesamt dritten Mal nach Kleinglattbach holen. In der Tischtennisabteilung konnte sich die erste Herrenmannschaft nach Aufstieg im letzten Jahr in der Bezirksliga im Mittelfeld festsetzen. In der Jugend gehen zwei Mannschaften an den Start. Durch Feste und Bewirtungen kann die Abteilung Anschaffungen wie neue Tische oder Bälle finanzieren – ein wichtiger Posten im Budget der kleinsten Abteilung des TSV, so Alexander Frey stellvertretend für den entschuldigten Abteilungsleiter Michael Zucker. Dieser stand zeitgleich in einem Verbandsspiel an der Platte. Claudia Roth berichtete aus der Turnabteilung aus dem zurückliegenden Jahr. Das Angebot der Abteilung reicht von Kinder- und Jugendturnen über Fitnessgymnastik, Zumba, Volleyball oder die Freizeitsportler bis hin zum Yoga oder auch dem Sportabzeichentreff. Über 60 Erwachsene und Jugendliche haben hier 2018 auf das Deutsche Sportabzeichen hingearbeitet. Besonders erfolgreich war der Sporttag im November, an dem neben dem Team der Talentschmiede auch der Hase „Turni“, das Maskottchen des Schwäbischen Turnerbundes, teilnahm.

Bei den Wahlen konnten alle Positionen besetzt werden: Marcus Lechmann, Michael Duldner, Susanne Weiß und Alexander Frey bilden für weitere zwei Jahre den Vorstand, Christian Metfies bleibt Kassierer. Neue Mitgliederkassiererin ist Stephanie Cichocki als Nachfolgerin für Conny Borth. Neue Schriftführerin ist Doreen Wenzel, sie folgt Claudia Mauch nach, die nicht mehr zur Wahl antrat.

Karlheinz Boch und Susanne Weiß führten anschließend die Ehrungen durch. Für langjährige Vereinstreue wurden geehrt: Melanie Arlt, Jens Schubert und Jens Weigt (jeweils 25 Jahre), Eberhard Drexler, Armin Roth, Edeltraud Schock, Rosemarie Seidel, Christel Wawczyniak und Sabine Welleba (jeweils 40 Jahre), Heinz Baumgärtner, Karl-Heinz Blum, Günter Deisser, Dieter Hochstrasser, Norbert Stäub und Wolfgang Wenz (jeweils 50 Jahre) sowie Rudi Rudolf für 60 Jahre Mitgliedschaft.

Besonderes Highlight der Versammlung: Dieter Hochstrasser bekam für besondere Verdienste um „seinen“ TSV die Ehrenmitgliedschaft verliehen. In gewohnt launischen Worten blickte Karlheinz Boch für den TSV auf Hochstrassers langes Vereinsleben zurück. Mit 734 Spielen hat kein anderer mehr aktive Fußballeinsätze für den TSV auf seinem Konto. Damit aber nicht genug: Seit Urzeiten ist Dieter Hochstrasser bis heute die gute Seele des Vereinsheims, früher noch in Eigenbewirtschaftung, heute immer noch als Verwalter des Untergeschosses. Er leert den Briefkasten, er pflegt die Grünflächen, er stellt die Mülltonnen raus und organisiert die Bewirtung an Heimspielen und für diverse Abteilungsbewirtungen. Und das seit vielen Jahrzehnten schon.