VfL Gemmrigheim I 4:4 (3:1) TSV Kleinglattbach I

Am Neckarufer einen Punkt erkämpft

TSV Kleinglattbach rettet sich in Gemmrigheim zum 4:4-Unentschieden in der Nachspielzeit – Fouls und lange Bälle bestimmen Partie

In einem hart umkämpften Nachholspiel der Fußball-Kreisliga A 3 hat sich der TSV Kleinglattbach in der Nachspielzeit einen Punkt gesichert. Per Strafstoß glich Julian Trostel auf 4:4 aus, nachdem zuvor Alex Schray von den Beinen geholt worden war. Hannes Holzhäuser verpasste unmittelbar vor dem Schlusspfiff die Chance auf das 5:4.

Gemmrigheim. Für den TSV Kleinglattbach ist das Auswärtsspiel gegen den VfL Gemmrigheim gestern Abend gerade noch gut ausgegangen. „Erst haben wir uns den Schneid abkaufen lassen, aber in der zweiten Halbzeit gut dagegengehalten und das verloren geglaubte Spiel noch gedreht“, berichtet Karlheinz Boch, Pressewart der Kleinglattbacher Fußballer. Nach einem guten Beginn mit mehreren Versuchen der Gäste, aber auch einer Parade von TSV-Schlussmann Tobias Linder kamen die Minuten 25 bis 28, in denen gleich drei Tore fielen. Zunächst gingen die Gastgeber in Führung – zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhaft. Einen Pfostenschuss verwertete Mazlum Koyun, der aus kurzer Distanz per Kopfballtreffer abstaubte (25. Minute). Praktisch im Gegenzug bedrängte Marc Hahn den Gemmrigheimer Torwart und erkämpfte sich das Leder, das er dann an einem herbeigeilten Verteidiger vorbei ins leere Tor schoss (27.). Für die Proteste des geschlagenen Keepers Benjamin Kupke hatte Schiedsrichter Sezgin Atmaca nicht viel übrig. Ebenso wenig aber auch eine Minute später für Julian Trostel, der nach dem erneuten Führungstreffer von Lars Müller reklamierte und sich dafür eine Verwarnung einfing (28.). „Unser Torwart hatte noch versucht, den Winkel zu verkürzen, aber der Angreifer hat den Ball unter ihm durch ins lange Eck geschossen“, berichtet Boch. Als Koyun mit seinem zweiten Treffer das 3:1 erzielte – dieses Mal verwertete er einen Freistoß per Kopfball – war der Spielverlauf der Anfangsphase endgültig auf den Kopf gestellt (31.).

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gäste fitter und bissiger als die Gemmrigheimer. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Schray im Getümmel vor dem Tor an den Ball und netzte zum Anschlusstreffer ein (53.) Eine Viertelstunde später glich Johannes Gutjahr auf 3:3 aus. „Florian Rother hat einen Freistoß auf den langen Pfosten geschossen, Marc Hahn den Ball in die Mitte geköpft und der aufgerückte Johannes Gutjahr mit dem Kopf das 3:3 erzielt“, beschreibt Boch die Situation. Doch die Freude währte nicht lange. Im Gegenzug schloss der eingewechselte Timo Kraut seinen Angriff über rechts mit dem Treffer zum 4:3 ab (70.). Auch nach diesem erneuten Nackenschlag gaben die Gäste nicht auf. „Gemmrigheim hat es mit Befreiungsschlägen und Fouls versucht“, berichtet Boch. Die Quittung für den VfL waren zwei Treffer nach Freistößen und das Elfmetertor (90.+4). Allerdings quittierte auch der Schiedsrichter – kurz nach dem Schlusspfiff zeigte er dem zuvor mehrfach gefoulten Mike Ellwein Gelb-Rot, nachdem dieser mit Atmaca diskutiert hatte.

TSV Kleinglattbach: Tobias Linder – Johannes Gutjahr, Florian Rother, Alex Schray, Marc Hahn, Julian Trostel, Kevin Rückert (46. Leon Ellwein), Sebastian Witsch (28. Mike Ellwein), Alexander Stierl, Hannes Holzhäuer, Andre Aisenbrey.

Quelle: VKZ v. 18.04.2019

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